Terra Nova

Terra Nova Editorial vom 23.11.23

„Sollten sie von einem Gegner angegriffen werden, so reagieren sie nicht mit Gegenangriff, sondern mit einer Freundlichkeit, die in der Lage ist, Feinde in Freunde zu verwandeln.“ Dieter Duhm

Liebe FreundInnen von Terra Nova,

ich schicke dir heute noch einmal einen recht neuen Text von Dieter Duhm: Die kohärente Gruppe. Darin beschreibt er, wie eine Gruppe von Menschen zusammenarbeitet, wenn sie ein gemeinsames Ziel gefunden hat. Mir gab dieser Text heute morgen Kraft: Schon allein das – sich in einer Gruppe voll aufeinander verlassen zu können! – ist ein Ziel, das sich lohnt. Und auf so einer stürmischen Reise wie dem Aufbau einer Gemeinschaft ist es gut, ein Ziel zu haben.

Gleichzeitig ist der Text ärgerlich – benennt er doch genau das, was uns Menschen so schwer fällt. „Sie leben voll gegenseitiger Anerkennung, ohne untergründige Verurteilungen.“ „Sie haben es sich vollkommen abgewöhnt, übereinander schlecht zu reden und zu denken.“ Das Gegenteil geschieht in den meisten Gruppen und Gemeinschaften, die ich kenne. Gegenseitiges Wohlwollen und Vertrauen zerbrechen oft, sobald Menschen über eine erste Phase des Kennenlernens hinauskommen. In einigen Gemeinschaften, die ich kennengelernt habe, können die Menschen kaum noch miteinander reden. Der Spalt-Virus geht um.

Aber vielleicht ist es ja wie in der Natur? Wie viel tausend Versuche hat die Evolution gebraucht, damit die ersten Lebewesen außerhalb des Wassers überleben konnten? Wie lange brauchen wir Menschen, um wirklich Vertrauen zu finden – und in anderen zu erzeugen?

Deshalb ist es gut, dass einige Menschen und Gruppen nicht aufgeben und nach jedem Fehlschlag neue Versuche, Treffpunkte, Nachbarschaften, Gemeinschaften, Begegnungsräume, Lernmöglichkeiten für das große Come Together kreieren, das wir brauchen. Gerne höre ich von neuen Experimenten, Erfindungungen, Erfolgen auf diesem Weg.

Eine Lernmöglichkeit dazu ist die Jahresgruppe „Die 96“, die von einer Gruppe von Frauen aus Tamera geleitet wird – und sich am Wissen des neues Buches von Sabine Lichtenfels „96 Urbilder für den Frieden – der Steinkreis von Tamera“ orientiert. Weiter unten findest du dazu mehr Informationen.

Und da ich gerade dabei bin: Wir haben vor drei Tagen den Kaufvertrag für unseren neuen Terra-Nova-Begegnungsraum unterschrieben. Es liegt am Bodden an der Ostsee – wir sind bereits hier und genießen den Novembersturm. Danke für alle, die uns – mit guten Wünschen, Geld, Fachkenntnis – unterstützt haben. Wir planen das Jahr und wünschen uns sehr, dass du mindestens einmal im neuen Jahr zu Besuch kommst – entweder als Feriengast oder zur geplanten Terra-Nova-Woche oder anderen Seminaren oder auch als Helfer oder Helferin. Hier findest du mehr Informationen: www.terranova-begegnungsraum.de
(Und übrigens: Wir haben den Kaufpreis zwar gestemmt. Aber wir brauchen immer noch Darlehen für einige weitere anfallende Kosten. Wenn du uns helfen möchtest, melde dich bitte!)

Mit herzlichen Friedensgrüßen

Christa

P.S. Vielleicht sehe ich einige von euch am 25. November in Berlin?

Weitere Einladungen und Empfehlungen aus dem Terra Nova Netzwerk: (auf weiterlesen klicken)

 

  • Auf der Terra-Nova-Plattform findest du regelmäßig aktuelle Beiträge Texte und die Möglichkeit zum vertieften Studium, Austausch und Kennenlernen. Registriere dich dafür kostenlos – und beschenke uns gern mit einemfinanziellen Beitrag. Schicke mir oder poste auf der Plattform (unter „mitmachen ) deine Texte, Gedanken, Veranstaltungen, Video-Empfehlungen oder weitere Anregungen. In der Karte haben sich bereits viele Menschen und Gemeinschaften eingetragen. Auch du kannst dich dort eintragen und Menschen aus deiner Region finden, um dich mit ihnen zu vernetzen.

  • Jahresgruppe “Die 96” – ONLINE und in PRÄSENZ

    bestehend aus Online-Elementen und drei Präsenzseminaren mit einer Gruppe von Frauen aus Tamera.
    Im Kurspreis inbegriffen ist das Buch “96 Urbilder für den Frieden – Der Steinkreis von Tamera” von Sabine Lichtenfels, sowie das Kartenset “Tameras Steinkreis”.
    „Nur Stämme werden überleben“, … hat Vine Deloria jr., ein indianischer Politikwissenschaftler, Autor und Aktivist aus den USA einmal gesagt. Wenn wir das Wort „Stamm“ in unsere moderne Zeit übertragen, heißt das: Wir Menschen werden nur überleben, wenn wir es lernen, zusammenzuleben, zu kooperieren, zu teilen, einander zuzuhören, Anteil zu neh- men am Schicksal anderer, unsere Masken fallen zu lassen und das voreinander zu offenbaren, was wir aus tiefstem Herzen wünschen und sind. Das Krisengebiet unserer Zeit ist die Beziehung zwischen Menschen. Hier brauchen wir eine Lösung, damit Mensch und Natur überall zur Ruhe kommen und heilen können.
    Wir laden 96 Menschen aus dem deutsch-sprachigen Raum ein zu einem 1-jährigen Gemeinschafts- und Heilungsexperiment. Die Zahl 96 hängt zusammen mit der Anzahl Steine im Steinkreis von Tamera. Gemäß seinem Vorbild, dem Steinkreis bei Almendres (Portugal), repräsentieren die einzelnen Steine verschiedene Aspekte, Elemente oder Charaktere, die sich gegenseitig ergänzen und zusammen eine Friedensgemeinschaft, einen modernen Stamm, bilden. Der Steinkreis bei Almendres wurde damals vor vielen Tausend Jahren gebaut, um nachfolgende Generationen daran zu erinnern, dass es einmal eine gewaltfreie Kultur auf der Erde gegeben hat und gibt uns Anleitungen, wie wir diese Kultur auf dem Stand unserem heutigen Wissens wieder aufbauen können.
    Mehr Informationen und Anmeldung hier

  • Zum Onlinekurs Kontakt zwischen Mensch, Tier &Natur:
    Aus einer Kurs-Rezension der Zeitschrift Tattva Viveka: „Dieser Kurs ist vollumfänglich zu empfehlen, nicht zuletzt wegen der Hingabe und Liebe fürs Detail, mit der er kreiert wurde – Insbesondere werden die großen und tiefen Fragen unserer Zeit angestoßen. Dieser Kurs liefert also allen Menschen, die berührt und inspiriert werden wollen, Nahrung für die Seele.“ 

    Am 28.11. um 19 Uhr findet das nächste Webinar statt. Eike Braunroth, Heike Kessler, Katja Müller-Long und evtl. Jörg Matthes werden über die Kooperation mit Kleinstlebewesen sprechen. Eike Braunroth hat lebenslange Erfahrung damit, in Verbindung zu sein mit der Natur und all ihren Wesen. Er sagt: „Ein Gärtner möchte gern das Problem Schnecken und Salat lösen; eine Hausfrau möchte lernen, ihre Angst vor Spinnen zu verlieren; ein Bauer möchte seine Kartoffelfelder ohne Bekämpfung der Kartoffelkäfer, Wühlmäuse oder Wildschweine anbauen; ein Obstanbauer möchte erfahren, wie er Apfelwickler leben lassen und doch ernten kann; ein Waldbesitzer möchte das Thema Borkenkäfer endlich friedlich lösen; ein Teichwirt möchte mit Graureiher und Kormoran einträchtig zusammenleben lernen; ein Betriebsleiter möchte seine Mitarbeiter motivieren; ein Firmeninhaber möchte seine Geldsorgen überwinden. Es ist möglich damit in Einklang zu kommen. Die Kooperation mit der Natur zeigt den Weg der harmonischen und friedlichen Zusammenarbeit des Menschen mit der Natur und mit anderen Menschen. Alle Landwirte, Gärtner, Menschen im Wirtschaftsleben oder zu Hause können diese Methode anwenden, wenn sie bereit sind, Neues zu entdecken und die Natur und ihre Zusammenhänge noch besser verstehen zu lernen. Es ist möglich mit „Unkräutern“, Krankheiten und Schädlingen zu kooperieren, die einem bislang das Leben schwer gemacht haben. Der scheinbare Widerstand verschwindet, die Erträge steigen, während gleichzeitig der Aufwand sinkt…“

    Du kannst dich – auch jetzt noch – HIER für den Kurs registrieren. Für Fragen schreibe uns an die E-Mail-Adresse:

    Wenn du TeilnehmerIn des Onlinekurses bist: Hast du Lust, einige Eindrücke oder Erkenntnisse mit dem Netzwerk zu teilen? Schicke sie gerne an mich – oder als Kommentar gleich auf die Terra-Nova-Plattform

  •  Die meisten von euch wissen, dass ich seit über einem Jahr für den Zeitpunkt in der Schweiz arbeite – und darin immer mehr Verantwortung übernehme. An der neuen Ausgabre habe ich mit viel Herzblut mitgewirkt. Das Titelthema ist «Intelligent – kann Maschine Mensch sein?» und behandelt die Fragen rund um die künstliche Intelligenz. Als wir damit anfingen, hatte gerade der Krieg in Nahost begonnen. Dazu wollten wir nicht schweigen und haben gerungen um Stimmen der verschiedenen Seiten, die sich für den Frieden einsetzen – auch jetzt noch. «Jedes Land ist heilig» heißt dieser Heftteil, unter anderem mit Interviews mit Sami Awad, Uri Ayalon, Aida Shibli. Es würde mir viel bedeuten, wenn einige von euch die Zeitschrift bestellen und vielleicht sogar abonnieren – beim Abo kann man sich den Preis selbst aussuchen. Auch wenn die meisten sich ihre Infos lieber online besorgen – der Zeitpunkt lohnt sich, als ein mutmachendes, unzensiertes Heft mit Herz.
';